Was ist vor einem Vertragsabschluss zu beachten?

Hier finden Sie die wichtigsten Punkte.

Versicherungssumme und Unterversicherung:

Die Versicherungssumme (auch Deckungssumme genannt) sollte dem Gesamtwert Ihres Hausrats entsprechen. 

Setzen Sie die Versicherungssumme zu hoch an, zahlen Sie unnötig einen zu hohen Beitrag. Liegt die Versicherungssumme unter dem Gesamtwert des Hausrats, spricht man von einer Unterversicherung. Dann ersetzt der Versicherer im Schadensfall die Schadenskosten nur anteilig. Wenn Sie bei uns einen Versicherungsvergleich durchführen und die empfohlene, per Wohnfläche berechnete Versicherungssumme wählen, wird automatisch ein Unterversicherungsverzicht vereinbart.

 

Leistungen:

Welcher Tarif für Sie der richtige ist, hängt von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab.

Generell empfehlen wir Ihnen, einen Tarif zu wählen, der auch dann keine Leistungskürzung vorsieht, wenn ein Schaden grob fahrlässig verursacht wurde. Wer einen weitreichenden Versicherungsschutz gegen Naturgefahren und Fahrraddiebstahl wünscht, sollte die Zusatzbausteine Fahrraddiebstahl und Elementarschäden wählen.

Zudem bieten viele Versicherer eine Glasbruchversicherung an. Sollten sich in Ihrem Haushalt viele gläserne Gegenstände befinden, kann eine solche Versicherung ebenfalls sehr nützlich sein. Durch einen leistungsstarken Premium-Tarif lassen sich auch der Diebstahlschutz und der Außenversicherungsschutz erweitern. Wer viel auf Reisen geht, Mitglied in einem Sportverein ist oder einen Garten hat und daher Hausrat außerhalb des versicherten Wohnraums aufbewahrt, sollte besonders die Leistungen der Premium-Tarife prüfen und miteinander vergleichen.

Entschädigungsgrenzen:

Für bestimmten Hausrat (zum Beispiel Wertsachen) und besondere Gefahren (zum Beispiel Seng-, Schmor- oder Überspannungsschäden) gelten oftmals Entschädigungsgrenzen. Die Höhe der Entschädigungsgrenze variiert von Tarif zu Tarif. Zudem sind auch bestimmte Kostenerstattungen, die der Versicherer im Schadensfall leistet, je nach Tarif gedeckelt.

Zahlungsweise und Mindestlaufzeit: 

Wenn Sie den Versicherungsbeitrag jährlich anstatt halbjährlich bezahlen, ist dieses in der Regel günstiger. 

Selbstbeteiligung:

Um den Beitrag zu senken, können Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Im Schadensfall müssen Sie sich dann mit der vereinbarten Summe an den Schadenskosten beteiligen.In bestimmten Schadensfällen (zum Beispiel Seng- und Schmorschäden) kann dennoch eine Selbstbeteiligung fällig werden. Unser Tarifvergleich zeigt Ihnen, in welchen Schadensfällen Sie stets eine Selbstbeteiligung leisten müssen.

 

Vertragspflichten:

Prüfen Sie vor Vertragsabschluss unbedingt alle Ihre vertraglichen Pflichten (Obliegenheiten). So kann zum Beispiel eine Pflicht bestehen, Wertsachen in einem bestimmten Wertschrank aufzubewahren. Verletzen Sie eine Versicherungspflicht, kann der Versicherer die Leistungen kürzen oder vollständig verweigern. WICHTIG: die im Antrag gestellten Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Der Versicherer muss in Schadensfall rechtzeitig informiert werden.

 

Kündigungsfrist:

Da es durchaus sinnvoll sein kann, die Hausratversicherung zu wechseln, um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu verbessern, sollten Sie Ihre Kündigungsfrist beachten.

 

Doppelversicherung:

Wenn Sie den Versicherungsanbieter wechseln, sollten Sie darauf achten, dass der neue Versicherungsschutz nahtlos an den alten anschließt. So vermeiden Sie eine Doppelversicherung und eine Lücke in Ihrem Hausratschutz.